ESF – DER EUROPÄISCHE SOZIALFONDS

Es gibt viele Politikbereiche, die man im weiteren Sinne als „sozial“ bezeichnen könnte. Etwa Rente, Wohnungsbau, oder sogar Umweltschutz. Daher ist die Frage berechtigt, wofür das „sozial“ in Sozialfonds eigentlich genau steht. Allgemein kann man sagen: das Ziel des ESF ist die Besserstellung benachteiligter Bevölkerungsgruppen am Arbeitsmarkt.

Besserstellung bedeutet vor allen Dingen erst einmal Bildung und Qualifizierung, sowohl berufsbegleitend als auch vorbereitend auf den Arbeitsmarkt. Doch es gibt noch viele andere Möglichkeiten, benachteiligte Gruppen am Arbeitsmarkt besserzustellen. Hilfe für kleine Betriebe bei der Bewältigung des demographischen Wandels etwa, oder Programme zur Gleichstellung von Männern und Frauen.

Der ESF fördert Maßnahmen immer dann, wenn sie nachhaltig ausgelegt sind, d.h. dass ihr Effekt nicht mit dem Ende des Programms erlischt. Idealerweise setzt eine geförderte Maßnahme einen sich selbst verstärkenden Prozess in Gang, der die Situation von benachteiligten Gruppen verbessert. Dies ist auch der Grund, warum die Genehmigung von Maßnahmen teilweise länger dauert. Denn es muss überprüft werden, ob ein nachhaltiger Effekt gegeben, oder zumindest wahrscheinlich ist.