ELER – DER EUROPÄISCHE FONDS FÜR DIE ENTWICKLUNG DES LÄNDLICHEN RAUMES

91% der Fläche der EU sind definiert als „ländlicher Raum“. Hier leben und arbeiten 56% der Menschen. Ob Andalusien oder Ostpolen, die ländlichen Räume der EU haben vielfach mit den gleichen Problemen zu kämpfen. Eine gegenüber den Metropolen geringere Produktivität, die Abwanderung der jüngeren Generation in die Städte, sowie die Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung.

Den meisten ist gar nicht bewusst, dass unsere Gesellschaft den ländlichen Raum braucht: Hier werden unsere Nahrungsmittel produziert und unser Trinkwasser bereitgestellt. Außerdem haben ländliche Räume einen hohen Freizeit- und Erholungswert – gerade für Städter.

Wenn also die ländlichen Räume als wichtige Lebensgrundlage der ganzen Gesellschaft erhalten bleiben sollen, brauchen sie finanzielle und strukturelle Unterstützung – als Hilfe zur Selbsthilfe, um gute Lebensbedingungen vor Ort zu erhalten bzw. aufzubauen, Arbeitsplätze zu schaffen und unsere vielfältige Natur zu bewahren.

Die Förderung der ländlichen Räume durch gezielte Programme ist daher eine Investition in die Zukunft unserer gesamten Gesellschaft.

Innerhalb des von der EU vorgegebenen Rahmens entscheiden die einzelnen ländlichen Regionen weitgehend selbst, was die Vergabe der Fördermittel betrifft. Für Brandenburg ist das Ministerium für ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft die dafür verantwortliche Behörde.

Ein Betrieb, der die Förderrichtlinien perfekt erfüllt, ist die MURI GmbH im Biospärenreservat Spreewald, südöstlich von Berlin. Auf 1200 Hektar, die zu 1/5 aus Ackerland und zu 4/5 aus Grünland bestehen, leben ca. 1000 Rinder, hauptsächlich Mutterkühe und Kälber, jedoch auch 16 Bullen.

Die Bewirtschaftung erfolgt im Einklang mit den Erfordernissen der lokalen Artenvielfalt und bietet vielen seltenen Tier- und Pflanzenarten eine ökologische Nische. So garantiert z.B. der Verzicht auf eine mechanische Grünlandpflege nach dem 1. April, dass sich Bodenbrüter wie der Kiebitz ungestört vermehren können.

Weitere Infos zu diesem Projekt gibt es hier und hier.

Hier geht’s zur Website des ELER.