EFRE – DER EUROPÄISCHE FONDS FÜR REGIONALE ENTWICKLUNG

Der EFRE überschneidet sich in seiner Zielsetzung in gewisser Weise mit dem ELER. Sein Ziel ist ebenfalls die Angleichung der Lebensverhältnissen innerhalb Europas. Er konzentriert sich jedoch nicht auf die Unterschiede zwischen Stadt und Land, sondern auf die Unterschiede der Regionen zu einander. Bei der Vergabe der Mittel spielt es daher keine Rolle, ob die Regionen nun ländlich oder städtisch sind. Entscheidend ist beim EFRE nur die Wirtschaftskraft pro Einwohner. Je schwächer eine Region ist, desto mehr Förderung erhält sie.

Anders als der Sozialfonds fördert der Regionalfonds keine Menschen direkt, sondern überwiegend Körperschaften wie Unternehmen oder Forschungseinrichtungen. Größter Etatposten ist die technologische Innovation in Brandenburg. Innovation bedeutet jedoch nicht etwa Grundlagenforschung im Elfenbeinturm, sondern konkret die Umsetzung von Forschungsergebnissen in marktreife Produkte. Hierfür müssen Unternehmen und Forschungseinrichtungen zusammengebracht werden. Das geschieht entweder lokal, durch Ansiedlungen in Technologieclustern oder über dezentrale Netzwerke zum Wissenstransfer.

Sämtliche Projekte werden jedoch auch beurteilt und gefördert im Hinblick darauf, wie gut sie übergeordneten EU-Strategien Rechnung tragen. Ein Beispiel für eine übergeordnete EU-Strategie ist die Reduktion des CO2-Ausstoßes. Projekte, die diesem Ziel zuträglich sind, ob direkt oder indirekt, werden deshalb stärker gefördert.